24.02.2021

Eintracht-Ringer trauern um Lothar Martus

Die Ringer-Familie der Frankfurter Eintracht trauert um ihr Urgestein und ehemaligen Nationalmannschaftsringer Lothar Martus.

Lothar Martus begann mit dem Ringen in seinem Heimatverein KSV Kirrlach und war bereits dort als Schüler und Jugendringer überaus erfolgreich, wurde 1949 Deutscher Jugendmeister und 1951 Dritter bei den Deutschen Meisterschaften im Freistil. 1953 wechselte er zum damals legendären AC Viktoria Eckenheim und rang mit dem Eckenheimer Ringeridol Max Leichter in der damals höchsten Ringerklasse. Zwei Mal konnte er den Deutschen Vize-Mannschaftsmeister (1950 und 1954) feiern. Doch seine erfolgreiche Sportlerkarriere sollte noch nicht zu Ende sein: So wurde er 1956 Deutscher Meister im Senioren-Ringen, außerdem 1955 und 1958 Vizemeister im Weltergewicht.

Nach dem Untergang des AC Viktoria Eckenheim schloss sich Lothar Martus Eintracht Frankfurt an und war eines der Gründungsmitglieder. Er war mit Leib und Seele Ringer, unterstützte die Sportart und die Sportler finanziell, aber vor allem auch als Ratgeber, Mutmacher und Förderer der Jugend. Beruflich war Lothar Martus ebenso sehr engagiert und erfolgreich, baute in den 1950iger Jahren seine Metzgerei auf, welche heute von seinem Enkelsohn Patrick in dritter Generation fortgeführt wird. Nach langer Krankheit ist er im Alter von 89 Jahren im Kreise seiner Familie verstorben.

In Lothar Martus verlieren wir eine tolle Seele, sowohl menschlich als auch sportlich. Seine ruhige, besonnene, hilfsbereite Art, seine Ratschläge und Taten sind nicht zu ersetzen. Wir verneigen uns vor einem großen Sportkameraden und Menschen und sind in stiller Trauer bei seiner lieben Familie.

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